Mein Apple iPad Review [Video]

Ich hab mein iPad jetzt schon seit einer Woche (zu dem Zeitpunkt des Videos unten seit ein paar Tagen) und muss sagen, dass ich ziemlich begeistert von diesem Apple Tablet bin. Seit 2008 beschäftige ich mich schon mit Consumer Tablets und Convertible Netbooks, die man in ein Tablet verwandeln kann, und hab etwas so einfaches und dabei auch funktionales noch nicht gesehen. Ich bin kein Apple Fanboy, aber für jemanden der Tablets liebt ist das iPad genial, ob Apple Fanboy oder nicht.
Erstmal vorweg: Das iPad ist nicht dazu da um damit aktiv zu arbeiten, sondern hauptsächlich um Content wie Webseiten, Emails, Twitter und Videos zu konsumieren. Wer einen kleinen, leichten Notebook Ersatz sucht mit dem man richtig Arbeiten kann und zusätzlich dank des Touchscreens und Tablet Bücher und Webseiten bequem lesen möchte, sollte z.B. zu dem Eee PC T101MT greifen, ein super Convertible Netbook.
Nun zum Review selbst
Das iPad ist überraschend dünn, allerdings sieht es durch den runden Rücken dünner aus als es tatsächlich ist. Trotzdem, sehr beeindruckend. Da das Gehäuse komplett aus Aluminium ist und die Vorderseite mit dem kapazitiven Touchscreen aus Glas, wirkt das iPad sehr hochwertig. Man möchte es kaum mitnehmen, weshalb man sich unbedingt ein entsprechendes Case fürs iPad holen sollte (wir werden hier noch viele für euch testen).
Das iPad kommt mit insgesamt 4 echten Tasten, einen um das iPad einzuschalten, so eine Wippe um die Lautstärke zu regeln, einem Switcher zum Feststellen des Accelerometers (Bewegungssensor) und natürlich dem Home Button. Dazu gibt es oben ein integriertes Mikrofon und ein 3,5mm Kopfhörer Port, sowie unten den Connector für das USB Kabel und die Lautsprecher. All das ist sehr gut verarbeitet und die Lautsprecher sind für ein solch kleines Tablet extrem gut, aber da die Lautsprecher sich unten befinden bedeckt man diese immer aus versehen, wenn man das iPad abstützen möchte.
Da auf dem iPad das gleiche Betriebssystem wie auf dem iPhone läuft, erwarten uns dort keine großartigen Überraschungen. Der größte Unterschied ist, dass man ein Wallpaper hat, den man auch selbst ändern kann. Wirklich schade ist, dass in dem iPad kein Multitasking integriert ist, denn wenn man diese doch recht extremen Einschränkungen von Apple nicht gewohnt ist, stört das sehr. Man hat auch keinen Zugriff auf das Dateisystem, doch dazu im Video mehr.

Trotz des fehlenden Multitaskings macht es sehr viel spaß mit dem iPad zu surfen, denn der Safari Browser ist sehr schnell und stellt alle Webseiten erwartungsgemäß da (abgesehen von Flash natürlich). Erstaunlich ist auch, dass besonders viele US Webseiten schon auf HTML 5 umgestellt haben. Wenn die Webseiten YouTube Videos eingebunden haben, merkt man vom fehlenden Flash gar nichts, denn diese kann man auch im Browser abspielen.
Auch als E-Mail und Twitter Client eignet sich das iPad sehr, denn bei beidem muss man meist nicht all zu viel schreiben und nur für ein paar kleine Sätze ist die onScreen Tastatur sehr zu gebrauchen. Wenn man etwas übt kann man sogar mit mehreren Fingern sehr schnell schreiben, aber lange Artikel in Pages verfasst man dann doch lieber mit einer entsprechenden Bluetooth Tastatur.

Dank der iBook und Kindle App ist es sehr einfach Bücher auf dem iPad zu kaufen um sie dann auf dem Tablet zu lesen. Erstaunlicherweise geht das auch ziemlich gut, jedoch sollte man die Helligkeit ins untere drittel schrauben, denn wenn man Bücher liest stört das grelle Licht sonst. Ich hab so schon mehrere Stunden am Stück ein Buch gelesen, ohne dass mir die Augen weh taten oder ich ein Buch aus Papier vermisst habe. Interessant sind auch Bücher die eine eigene App sind, wie z.B. Alice im Wunderland, das interaktive Elemente in dem Buch versteckt hat.
Neben Büchern und Webseiten ist das iPad dank des 9,7 Zoll Displays auch für Zeitungen ideal. Besonders die New York Times App ist gelungen, sie funktioniert so ähnlich wie die Adobe Air App unter Mac oder Windows. Interessant ist auch was die verschiedenen Magazine wie Times Magazin oder Popular Science machen, genaueres dazu seht ihr im Video. Leider gibt es noch so gut wie keine deutschen Publikationen, abgesehen von der Welt, die aber keine sehr innovative App entwickelt hat, sondern die Print Zeitung einfach als PDF einliest, wodurch man viel scrollen und zoomen muss. Deutsche Verlage, da gibt es zum iPad Start hier noch viel zu tun!

Wie schon seit der Keynote von Steve Jobs zu erwarten war, erweist sich das iPad auch im Praxistest als leistungsstarke Gaming Plattform. Besonders Gelegenheitsspiele wie Plants Vs Zombies oder Godfinger machen sehr viel spaß, aber auch Autorennen und besonders Ego Shooter sind beeindruckend. Besonders bei Ego Shootern muss man sich aber erst an die Touchscreen Steuerung gewöhnen, wenn man das aber erstmal raus hat lacht man über jeden Gameboy. In dem Video stelle ich euch kurz das Spiel Nova vor, das eine ziemlich gute 3D Grafik hat.
Also, das iPad ist ziemlich genial um Content in Form von Webseiten, Büchern, Emails, Twitter, Zeitungen und Games zu konsumieren. Ein Notebook ersetzt es durch die fehlende Hardware Tastatur und den Einschränkungen der Plattform natürlich nicht. Für mich ist es neben meinem Netbook und Smartphone ein drittes Gerät in einer neuen Kategorie, das ich regelmäßig nutzen werde. Apple hat mit dem iPad ein richtig tolles Tablet auf den Markt gebracht.
Was mich allerdings immer noch stört und woran ich mich wohl nie gewöhnen werde und will, sind die extremen, künstlichen Einschränkungen von Apple. Ich habe sehr viel Geld für die Hardware bezahlt und möchte dann damit auch machen können was ich will, ohne dass Apple Adobe(Flash, Air) oder Google(Voice) verbietet gewisse Programme für das iPad zu entwickeln.
Ich hoffe sehr, dass Apple sich im laufe der Jahre ein wenig öffnet, denn dann würde das iPad noch viel mehr spaß machen als es jetzt schon tut!
Hier mein Video Review von dem iPad:






7 Kommentare
Was mich mal interessieren würde (habe selbst noch kein iPad in greifbarer Nähe): wie gut kann man Comics auf dem Gerät lesen?
Ja, die Marvel-App kenne ich natürlich aus dem Netz. Aber die breite Masse an Comic-Lesern verwendet sicher eher vorhandene Comics im CBR/CBZ bzw. PDF-Format. Wie gut bekommt man solche auf das iPad? Mit iTunes leider ja nicht. Gibt es schon vernünftige Apps, die so etwas können? Und wenn ja – wie bekommt man die Daten auf das Gerät / in die App? Gibt es zu dem Thema vielleicht schon Erfahrungsberichte? Auf den üblichen Technik-Sites wird das leider bisher kaum beachtet…
Neben der “klassischen” eBook-Funktion ist das einer der diversen Gründe für mich, ein Tablet zu kaufen!
Unglaublich, ein Apple-freundlicher Artikel aus deiner Feder
Ungefähr die gleiche Euphorie hättest du wohl auch, wenn du ein iPhone oder einen Mac hättest. Es sind einfach geniale, bis ins Detail durchdachte Geräte. Und beim Mac fallen auch die (mich ebenfalls störenden) Apple-Einschränkungen weg… wobei diese bei iPad/iPhone vermutlich von den meisten Usern gar nicht richtig als solche wahrgenommen werden, als Informatiker hat man da natürlich eine andere Sichtweise.
Multitasking wird mit Software 4.0 im Herbst aufs iPad kommen.
Ja als Informatiker wirst du ja wissen was man unter multitasking versteht oder – das was da als multitasking verkauft wird ist nicht besser alls app switching da nur einige anwendungen laufen dürfen